Die Geschichte des Feuerwehr-Schutzanzuges in Bayern und bei HF
Nachkriegszeit (1945–1960)
Auch in der Nachkriegszeit mussten sich Feuerwehrleute bei Brandeinsätzen schützen. Da die verfügbaren Ressourcen knapp waren, bestand die Schutzkleidung meist aus einfachen Stoffjacken und Stoffhosen. Ergänzt wurde diese Ausrüstung durch Gummistiefel sowie einen roten Feuerwehrhelm mit Nackenschutz. Die Schutzwirkung war im Vergleich zu heutigen Standards jedoch noch sehr begrenzt.
Die 1960er- und 1970er-Jahre
Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung verbesserten sich auch die Ausrüstung und Schutzkleidung der Feuerwehren. Robuste Arbeitsanzüge aus Baumwolle oder Mischgewebe ersetzten vielerorts die einfache Nachkriegskleidung. Die bis dahin üblichen roten Helme wurden nach und nach durch modernere Helme aus Aluminium oder Kunststoff ersetzt. Gleichzeitig verbreitete sich der Einsatz von Atemschutzgeräten, wodurch die Sicherheit der Einsatzkräfte deutlich erhöht wurde.
Die 1980er- und 1990er-Jahre
In dieser Zeit hielten spezielle Brandschutzanzüge Einzug in die Feuerwehren Bayerns. Die Schutzkleidung bestand nun aus schwer entflammbaren Materialien und bot einen deutlich besseren Schutz gegen Hitze und Flammen. Reflektierende Streifen verbesserten die Sichtbarkeit bei Einsätzen. Moderne Feuerwehrhelme mit Visier sowie spezielle Feuerwehrstiefel und Schutzhandschuhe wurden zunehmend zur Standardausrüstung.
Vom Bayern 2000 zur THL 3000 – Bewährtes behalten, Zukunft gestalten
Im Jahr 1995 begann die Entwicklung des „THL Schutzanzugs Bayern 2000“, der den bis dahin verwendeten „Bayern II“ ablösen sollte. Zunächst lief das Projekt noch unter dem Arbeitstitel „Bayern 95“, doch aufgrund der nahenden Jahrtausendwende entschied man sich schon bald für die Bezeichnung „Bayern 2000“.
Initiiert wurde die Entwicklung durch den Landesfeuerwehrverband Bayern. Die HF Sicherheitskleidung war dabei maßgeblich beteiligt – der Grundentwurf des Anzugs stammt aus unserem Hause. Er bietet eine deutlich bessere Sichtbarkeit durch einen orangen Schulterkoller sowie reflektierende und nachleuchtende Streifen. Die ursprünglichen Entwürfe sind bis heute in der damaligen Herstellungs- und Prüfbeschreibung dokumentiert. Nur die wenigsten wissen jedoch, welche wichtige Rolle unser Seniorgeschäftsführer Jürgen Bretthauer bei dieser Entwicklung gespielt hat.
Noch heute sind Anzüge aus der ersten Produktionsserie im Einsatz, und bis heute wird der Schutzanzug nahezu unverändert gefertigt. Aus heutiger Sicht mag sein Erscheinungsbild nicht mehr besonders modern wirken, doch an seiner Funktionalität hat er nichts eingebüßt. Sein durchdachtes Konzept und seine Praxistauglichkeit haben sich über Jahrzehnte hinweg bewährt. Nichtsdestotrotz schadet auch einem bewährten Klassiker ein behutsames Facelift nicht. Getreu dem Motto „Bewährtes bewahren, verändern, wo es sinnvoll ist“ haben wir die neue „THL 3000“-Jacke entwickelt.
Bei ihrer Entwicklung standen die bewährten Eigenschaften des ursprünglichen Konzepts ebenso im Fokus wie die Anforderungen moderner Einsatzkräfte. Nach umfangreichen Praxistests und zahlreichen Optimierungen befindet sich die Jacke nun auf der Zielgeraden. Die Markteinführung ist derzeit für Herbst 2026 vorgesehen. Damit führen wir die Erfolgsgeschichte des THL-Schutzanzugs konsequent fort – mit Respekt vor seiner Tradition und dem Blick auf die Anforderungen von morgen.
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